Ein Roboter hilft bei riskanten Zwillingsschwangerschaften

18. September 2026  ·  Campus-News

Wenn starre Instrumente an ihre Grenzen kommen, helfen Magnetfelder weiter: Forschende der ETH Zürich haben eine Roboterplattform entwickelt, die Eingriffe bei Problemen in Zwillingsschwangerschaften sicherer, übersichtlicher und präziser machen soll.

In der Schweiz kommen jährlich rund 2400 Kinder als Zwillinge zur Welt. Wenn sich die Föten eine Plazenta teilen, sind sie über Blutgefässe miteinander verbunden. Gerät der Blutkreislauf aus dem Gleichgewicht, kann dies für beide lebensgefährlich werden, da zu viel Blut von einem Fötus zum anderen fliesst. Das sogenannte «fetofetale Transfusionssyndrom» (FFTS) betrifft in der Schweiz etwa zwanzig bis dreissig Frauen pro Jahr. Die einzige wirksame Behandlung ist eine hochkomplexe Operation, die weltweit nur von wenigen Spezialistinnen und Spezialisten durchgeführt wird.

Forschende der ETH Zürich und Ärzt:innen der Universität Zürich haben sich zum Ziel gesetzt, diese Operation zu erleichtern und ihre Erfolgsrate zu erhöhen. Heute verwenden Chirurg:innen dafür ein Fetoskop, ein feines Endoskop für Eingriffe bei Schwangeren. Es enthält eine kleine Kamera und einen Kanal, durch den eine dünne Faser das Laserlicht bis zu den Blutgefässen auf der Plazenta bringt. Damit verschliessen die Chirurg:innen jene Gefässe in der Plazenta, die die beiden Föten verbinden.

Die heute verwendeten Fetoskope sind jedoch starr. Je nachdem, wo die Plazenta liegt, kann es deshalb extrem schwierig sein, alle betroffenen Blutgefässe zu erreichen und mit dem Laser zu verschliessen.

Zum Artikel der ETH

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